Juli 26 2008

Independence Day in D.C.

Der wichtigste Feiertag für alle (patriotischen) Amis.
Grundsätzlich finden in Amerika überall Paraden statt,
so natürlich auch in D.C..

Um 10:45 am begann die Parade.
Zuvor hatten wir uns mit Tausenden von anderen Schaulustigen an der
Constitution Ave. platziert und obwohl es in der früh geregnet hatte,
durften pünktlich zur Parade in der prallen Sonne stehen.
Allerdings diesmal mit knapp 2 Liter Wasser bewaffnet.
NBK1971 hatte ja noch Platz in seinem schweren Fotorucksack.
Hat ihn bestimmt an seine Bundeswehrzeit erinnert.
Komisch nur, dass er mich oft fragte, ob ich etwas trinken möchte. 🙂

Washington Independence Day Parade I

Die Parade dauerte tatsächlich 2 Stunden.
Die erste Stunde war am interessantesten, danach wurde es sehr zäh.
Es waren neben Polizei, Feuerwehr, Army und Navy sehr viele High Schools
vertreten, sowie diverse asiatische und lateinamerikanische Länder.

Washington Independence Day Parade IIWashington Independence Day Parade IIIWashington Independence Day Parade IV

Washington Independence Day Parade VWashington Independence Day Parade VIWashington Independence Day Parade VII

Washington Independence Day Parade VIIIWashington Independence Day Parade iXWashington Independence Day Parade X

Washington Independence Day Parade XIWashington Independence Day Parade XII

Washington Independence Day Parade XIIIWashington Independence Day Parade XIVWashington Independence Day Parade XV

Washington Independence Day Parade XVIWashington Independence Day Parade XVIIWashington Independence Day Parade XVIII

Washington Independence Day Parade XIX

Anschließend haben wir uns das Treiben im Bereich der „Mall“
(so heißt der Straßenzug zwischen Capitol und Lincoln Memorial) angeschaut.
Dort wurde schlimme Musik gespielt, viel für das leibliche Wohl verkauft
und man konnte sich von diversen kirchlichen Einrichtungen bekehren lassen.

Washington Independence Day The Mall IWashington Independence Day The Mall II

Leider wurde das Wetter schlechter und wir suchten uns Regenschutz im Lafayette Park.
Der Park befindet sich direkt an der Frontseite vom Weißen Haus.

Washington Independence Day Lafayette Park IWashington Independence Day Lafayette Park II

Am Abend machten wir uns erneut auf den Weg
Richtung Mall um das Feuerwerk anzuschauen.
Es war nirgends überfüllt und wir hatten eine tolle Sicht
auf ein wunderschönes Feuerwerk.

Washington Independence Day Firework IWashington Independence Day Firework II

Washington Independence Day Firework EliseWashington Independence Day Firework NBK

Die 3 Tage Washington D.C. waren absolut klasse.
Wir hoffen, wir haben vielleicht noch einmal die Gelegenheit
diese beeindruckende Stadt zu sehen.
Dann bleibt uns hoffentlich auch Zeit um einige Museen zu besichtigen.

Washington Independence Day Firework IIIWashington Independence Day Firework IVWashington Independence Day Firework V

(Vergleich D.C./Greenville: Die Menschen in South Kakalaki sind viel freundlicher.)

Juli 23 2008

D.C. Tag 2 / Teil 2

Nach der Library of Congress machten wir uns auf den Weg Richtung National Archiv,
und kamen am US Supreme Court (Oberster Gerichtshof der US) vorbei.

Washington Supreme Court

Am National Archiv angekommen, mussten wir in der Schlange stehen für über 1 Stunde.
Hinter uns stand ein älteres Pärchen und die gute Frau war die ganze Zeit am meckern.
Gut wir hatten ca. 35°C und zum Teil mussten wir
in der prallen Sonne stehen, aber meckern hilft da ja auch nicht.
Gerne hätte ich zu ihr gesagt: „Shut the f… up!“ Aber ich bin brav geblieben.

Washington National Archive

Nachdem wir den Security-Check hinter uns hatten,
kamen wir in einen relativ dunklen Raum und durften zunächst die Magna Carta besichtigen.
Anschließend hieß es dann wieder in die Schlange einreihen.
Und dann nach ca. 15 Minuten war es endlich soweit.
Wir durften uns die Unabhängigkeitserklärung, die Verfassung der Vereinigten Staaten
und die Bill of Rights anschauen (alles als Originalkopien).

Washington National Archive IIWashington National Archive III

Unser Mittagessen hatten wir im Old Post Office.

Washington Old Post Office

Das Gebäude hat uns nicht aus den Socken gehauen,
aber für einen Snack hat es gereicht und wir hatten
die Gelegenheit „the lone sailor“ zu treffen.

Washington Lone Sailor

Allerdings nahm von dort an das Drama seinen Lauf.
Unser nächstes Ziel war der Arlington Friedhof.
Ich wollte vorher noch Wasser kaufen, da,
wir erinnern uns an ca. 35°C, unser Vorrat bereits verbraucht war.
NBK1971 überredete mich später Wasser zu kaufen,
da sich sicher auf dem Weg eine Kaufgelegenheit ergibt.
Sein Wort in Gottes Ohr.

Mit der U-Bahn am Friedhof angekommen, hatten wir vorher keinerlei Möglichkeiten
etwas Trinkbares zu erstehen, da Essen und Trinken in U-Bahnhöfen und Zügen verboten ist.
Na gut, dann vielleicht im Besucherzentrum auf dem Friedhof.
Immerhin karren die Amis die Touristen mit kleinen Bimmelbahnen
über den Friedhof. Da kann ja ein Getränkeautomat nicht weit sein.
Aber Pustekuchen!

Washington Arlington Cemetery I

Somit machten wir uns auf den Weg zum Grab von J. F. Kennedy. (Bergauf!)
Oben angekommen sagte NBK1971, er möchte gerne  zum „Tomb of  the Unknown Soldier“.
(Am anderen Ende des Friedhofes mit diversen Treppen!)

Washington Arlington Cemetery II

Meine Stimmung war bereits am Tiefpunkt als wir dort ankamen
und NBK1971 freute sich Zeuge bei der Wachablösung zu sein.
Meine Freude hielt sich sehr in Grenzen
und NBK1971 fragte mich, ob ich genervt sei.
Meine Ansage:
„Ich werde nie wieder auf dich hören.
Ich verdurste gleich und du schickst mich hier quer über den Acker.
Wenn du mich um die Ecke bringen willst, dann bin ich hier ja schon am richtigen Ort.“

Washington Arlington Cemetery III

NBK1971 hatte ein schlechtes Gewissen und eröffnete mir die Möglichkeit
einen Wasserspender auf dem Friedhof zu nutzen.
Ich bin ja kein Fan von diesen Bazillenschleudern,
wo jeder Hansel seinen Rüssel drüberhält.
Aber meine Verzweiflung war groß und ich hatte schon in Erwägung gezogen,
jemandem gegen´s Schienbein zu treten und demjenigen die Wasserflasche zu klauen.
Wenn man so durstig ist, fällt einem erst mal auf,
wieviele Menschen was zu trinken haben.
Also, versuchte ich den Wasserspender…

…und das Wasser spuckte ich gleich wieder aus.
Mein Kommentar: „Das schmeckt wie Pi..e mit Chlor.“
Also weiter und hoffen, dass sich bald etwas zum Trinken auftut.

Wir fuhren zum Pentagon, wo NBK1971 Fotos machen wollte.
Er wurde aber von einem Security-Guard angehalten.
Fotos machen ist strengstens untersagt.
NBK1971 musste seine Kamera vorzeigen und dem netten Herren
wirklich zeigen, dass er keine Fotos vom Pentagon gemacht bzw.
vorhandene Fotos gelöscht hat.

Washington Pentagon aus dem Auto

Somit fuhren wir zum Iwo Jima Denkmal und ihr werdet es nicht glauben,
am U-Bahnhof gab es etwas zu trinken.  Yeah!

Washington Iwo Jima Memorial

Dieser Tag war lang und lehrreich.
Think about the ideas of your spouse and be careful with your thirsty wife.

Juli 22 2008

D.C. Tag 2

Weiter geht´s.

Die Union Station war unser Start am 03. Juli.
Bevor es den Flugverkehr gab, gehörte die Union Station
zu den größten Bahnhöfen in den Staaten.
Ein wunderschönes Gebäude mit einer prächtigen Decke,
die mit 22-Karat Goldblättern verschönert ist.

Washington Union Station IWashington Union Station IIIWashington Union Station II

Vor der Union Station befindet sich wieder ein Memorial:
Das Christoph Columbus Memorial

Washington Union Station IVWashington Columbus Memorial

Schnell fotografiert und auf zu einem der wichtigsten Gebäude in D.C..
Das Capitol, der Regierungssitz bzw. das Zentrum der Legislative.
Es ist ausserdem das genaue Zentrum von Washington D.C.
und der Grundstein wurde von George Washington gelegt.

Washington Capitol IWashington Capitol IIWashington Capitol NBK1971

Auf der Rückseite des Gebäudes liefen bereits die Vorbereitungen für den 04. Juli.
Durch Zufall kamen wir gerade pünktlich zum SoundCheck von Huey Lewis and the News.

Washington Capitol IIIWashington Capitol Huey Lewis rehaersalWashington Capitol IV

1 Block vom Capitol entfernt befindet sich die Library of Congress.
Wer den Film „National Treasures 2/Book of Secrets“ mit Nicolas Cage gesehen hat,
kennt vielleicht die Szene, wo sie in der Bibliothek das Buch suchen
und diesen wunderschönen Leseraum zeigen.

Washington Library of Congress IWashington Library of Congress Elise

Washington Library of Congress IIWashington Library of Congress IIIWashington Library of Congress IV

Dieser Raum ist der Hammer. Mich hat das ganze Gebäude zu tiefst beeindruckt.
Ich hätte gerne den ganzen Tag darin verbracht.
Wunderschöne Säulen aus Marmor, Mosaiken und vor dem Gebäude
ein Brunnen mit wollüstigen Bronzefiguren.

Washington Library of Congress V

Die Library of Congress hat die größte Bücherauswahl der Welt
inklusive der persönlichen Bücher von Thomas Jefferson (3. Präsident der US),
sowie die Gutenberg-Bibel und die Mainzer Riesen-Bibel.

Das war die erste Hälfte des Tages, morgen erfahrt ihr mehr
über unsere Hardcore-Sightseeing-Tour.

Juli 21 2008

Washington D.C. (02.07.-05.07.) Tag 1

Was für eine beeindruckende Stadt!
NBK1971 hatte (Zwangs-) urlaub und somit entschieden wir uns
den Independence Day in Washington D.C. zu verbringen.

Zuvor waren wir für eine Übernachtung in Williamsburg, VA.
Williamsburg ist eine kleine, hübsch erhaltene Stadt.
Die Bewohner kleiden sich teilweise wie früher im 18. Jahrhundert
und man kann die alten Gebäude und das Handwerk kennenlernen.

Nach einem Tag Aufenthalt ging es weiter nach D.C..
Während der Fahrt zum Hotel sind wir direkt am Pentagon vorbeigekommen.
Das war für uns schon der erste Knaller und auf den ersten Blick
wirkt das Gebäude relativ unscheinbar.

Nach einem kurzen Hotel Check-In und Lunch im HardRock Cafe,
war das Weiße Haus unser erstes Ziel.
Auf den Weg dort hin kamen wir zufällig am FBI-Gebäude (J. Edgar Hoover Building) vorbei.
Leider waren Mulder und Scully nicht da. (War ich doch früher ein Akte X-Fan.) 😉

Washington FBIWashington FBI II

Nach einer Weile waren wir endlich da.
Der Noch-Wohnsitz von George W. Bush ist „very impressive“.
Auch er war nicht zu Hause, dafür aber seine Scharfschützen auf dem Dach.

Washington White House EliseWashington White HouseWashington White House NBK1971

Weiter ging es zum World War II Memorial und von dort aus zum Korean War Veterans Memorial.
Unser nächstes Objekt war das Lincoln Memorial, da alle Gedenkstätten sehr dicht
zusammen liegen, kann man alles sehr gut zu Fuß erreichen
und wir konnten bei der Hitze ein paar Pausen einlegen.

Washington WWII und Washington MonumentWashington WWII Memorial

Washington Korean War Memorial

Abe wartete schon auf uns und auf ca. 100 andere Besucher.

Washington Abraham Lincoln MemorialWashington Abraham Lincoln Memorial Elise und NBK1971

Ich kann euch gar nicht beschreiben wie es ist, wenn man plötzlich diese ganzen
Gedenkstätten sieht, die wir zuvor nur im Fernsehen gesehen hatten.
Es ist einfach beeindruckend!

Die riesige Treppe lud zu einer Pause ein und wir beobachteten das Treiben
und hörten gelegentliche Rufe: „Forrest, Forrest Gump!“
Schließlich ist das Denkmal ein Teil der Filmkulisse gewesen.
Ausserdem hielt Martin Luther King Jr. hier seine berühmte Rede:
„I have a dream…!“

Washington Abraham Lincoln Memorial I have a dream

Die Aussicht von dort ist gigantisch:
Reflection Pool, Washington Monument, Capitol
und hinter dir sitzt Abraham Lincoln. 🙂

Washington Abraham Lincoln Memorial Blick auf reflection pool und Monument

Das Vietnam Veterans Memorial war gleich um die Ecke
und wollte natürlich auch angeschaut werden.
Diese ganzen Namen auf der Wand führen zu einer bedrückenden
Stimmung bei jedem Besucher, denn jeder Name ist einer zu viel.

Washington Vietnam Veterans Memorial

E = m*c²
Albert Einstein trafen wir ebenfalls und hatten ein kurzes Meeting mit ihm.

Washington Einstein, Elise und NBK1971

Den ersten Tag beendeten wir mit dem Watergate-Gebäude.

Washington Watergate Hotelkomplex

Aber die Sightseeing-Tour geht weiter, denn D.C. hat noch einiges zu bieten.