November 30 2010

Wild Wild West 2010: Teil 7 Page,AZ

Auf dem Weg von Mesa Verde,CO nach Page,AZ machten wir einen kurzen Stop,
um den Four Corners Monument Navajo Tribal Park zu sehen.

Das hört sich jetzt an, als würde es sich um einen National Park handeln,
tatsächlich ist es aber „nur“ eine Metallplatte.   
Dafür aber eine ganz Besondere!

Four Corners ist die einzige Stelle in den USA,
wo vier Bundesstaaten zusammentreffen: Colorado, Utah, Arizona und New Mexiko
Man kann demnach mit den Händen und Füssen in allen 4 Staaten gleichzeitig sein,
wenn man z.B. die Yoga-Uebung „Hund“ beherrscht.
NBK und ich trafen uns auf andere Weise in der Mitte von Four Corners. 🙂

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Page,AZ ist eine Kleinstadt…ich meine wirklich klein…und liegt im Navajo-Gebiet.
Ca. 30% der Bevölkerung sind Native Americans (Indianer).
Die Einwohner leben u.a. eindeutig von den Besuchern der umliegenden Sehenswürdigkeiten,
was sich deutlich in den Hotelpreisen wiederspiegelt.

Wir wählten die günstige Variante – Americas Best Value Inn- fuer $89/Nacht.
Eins muss ich zugestehen, es war wirklich sauber.
Interessant war allerdings die klimakontrollierte Bettdecke.
Ein Schweizer Käse ist gar nichts dagegen…Löcher über Löcher.
Egal, war ja warm in Page.

Ausserdem ist es immer sinnvoll die Schilder und Kärtchen in den Hotelzimmern zu lesen.
Eines dieser Schilder wies uns nämlich darauf hin, dass jeden Morgen um 8:00 Uhr
Zimmerinspektion ist, es sei denn das „Bitte nicht stören“-Schild hängt draussen.
Puh…Glück gehabt.

Auf zum nächsten Schild…dieses Mal im Badezimmer.
„Wenn Handtücher Flecken aufweisen, werden dem Gast
die Reinigungskosten in Rechnung gestellt.
Badelaken: $15, Handtücher $10 und Waschlappen $5/Stück.“
JAWOHL!

Nachdem wir alle Instruktionen aufgenommen hatten,
machten wir uns auf den Weg das Städtchen zu erkunden.
Unser erster Weg führte uns ins Visitor Center (Tourist Information),
um uns Informationen fuer die geplante Antelope Canyon Tour zu holen.
Anschliessend fuhren wir zum Glen Canyon Dam, der zweitgrößte Damm in den USA.

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Weiter ging es zu einem schönen Aussichtspunkt,
von wo wir einen tollen Blick auf den Lake Powell hatten.

Der Lake Powell ist durch die Aufstauung des Colorado Rivers entstanden
und ist 299 km lang und 40 km breit.
Die gesamte Küste des Sees ist 3153 km lang und somit länger,
als die gesamte Westküste der USA.

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Ok, der nächste Scenic View (Aussichtspunkt) war nicht weit entfernt.
Um einen sehr schönen Blick auf den Damm und den Colorado River
zu geniessen, mussten wir einen kurzen, dafür felsigen und sandigen Weg beschreiten.

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Im Glen Canyon Dam Info-Service erfuhren wir zufällig,
dass es eine weitere Sehenswürdigkeit gibt, die bei einigen Touristen nicht bekannt ist.
Der Horseshoe Bend ist eine hufeisenförmige Flussbiegung des Colorado Rivers.
Um ihn sehen zu können, muss man auch hier eine kleine Wanderung in Kauf nehmen.

Ein 1,2 km langer Wanderweg inkl. Gefälle hört sich nicht tragisch an.
Das dachte ich auch…
Der Hinweg erwies sich als Kinderspiel, da es abwärts ging.
Zurück ging es ja nun bergauf…erwähnte ich bereits,
dass der Weg zu 90% aus Sand besteht… 🙁
An dem Tag hatten wir ca. 40ºC im Schatten…allerdings gingen wir in der prallen Sonne zurück…
Da können 1,2 km schon recht lang werden.

Der Blick auf den Horseshoe Bend war aber jede Mühe wert.
Schaut selbst…

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Um die Fotos machen zu können, mussten wir uns ziemlich dicht
an die Klippe wagen, da es keine Aussichtsplattform gibt.
Eine Kamera mit Weitwinkel-Objektiv ist absolut empfehlenswert,
um den Bend zu fotografieren.

Die Felsen wirkten teilweise nicht besonders vertrauenswürdig.
So entschieden wir, uns lediglich auf der sicheren Felsseite aufzuhalten,
da zwischen dem Aussichtspunkt und dem Colorado River 1000 Fuss liegen.

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Ein gemeinsames Foto musste trotzdem sein.
Wir alberten mit der jungen Asiatin, welche das Foto von uns machte, noch herum.
„Vielleicht ist das unser letztes Foto. Falls wir abstürzen,
sind das Letzte, was man von uns sieht, unsere Fuesse.“ 🙂
Ich glaube, die junge Frau fand das nicht so lustig.
Dafür hat sie sich extra Mühe gegeben mit dem Foto.

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So, das absolute Page-Highlight kommt die nächsten Tage.
Die Tour durch den Antelope Canyon ist definitiv ein extra Beitrag wert.

November 18 2010

Wild Wild West 2010: Teil 6 Mesa Verde

Mesa Verde gehört zu den ganz besonderen National Parks.
Der Park entstand 1906, um die archäologischen Funde vor Ort zu sichern und zu erhalten.
Die sogenannten Cliff Dwellings (Felsbehausungen) der Ancestral Puebloans,
sind zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert entstanden
und gehören heute zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die Ancestral Puebloans wurden früher Anasazi genannt,
was seinen Ursprung in der Navajo (Native American=Indianer)-Sprache hat.
Es bedeutet Ureinwohner und wurde allerdings später durch Ancestral Puebloans ersetzt.

Der Park ist ziemlich gross und so mussten wir vom Eingang des Parks
noch einmal 25 km fahren, um zum Visitor Center zu gelangen.
Die Anfahrt dort hin war schon recht kurvig und auch steil.

Im Visitor Center entschieden wir uns fuer die Cliff Palace-Tour,
da es sich hierbei um die groesste Felsalkove handelt.

Während wir am Tour-Treffpunkt warteten,
entdeckten wir schon die erste Behausung.

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Unser Tour-Guide (Ranger) hatte einen sehr lustigen Nachnamen.
Er erzählte uns, dass er deutsche Vorfahren hat…wären wir aber auch alleine drauf gekommen.
Ladys und Gentleman… Mr. Bill SCHLOTTER.

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Bill führte uns durch sehr enge Felsvorsprünge, unebene, steinige Wege
und lies uns insgesamt 5 Leitern klettern, um das auf 7000 ft. (2134 m)
hohe Cliff Palace in seiner ganzen Pracht zu sehen und zu erleben.
Schon auf dem Hinweg bekamen wir einen Eindruck, wie die Native Americans
wohl gelebt und ausgesehen haben muessen.

Und hier ist es…Cliff Palace, welches 1888 von Cowboys entdeckt wurde,
die eigentlich auf der Suche nach herdenlosen Kühen waren.

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Diese Felsalkove hat stolze150 Räume und 23 Kivas.
Ca. 100 Personen lebten im 12. Jahrhundert hier.
Ein Raum war ca. 6 x 8 ft. (~2m x 2,5m) gross.
Die Ancestral Puebloans lebten hauptsächlich von der Jagd
und vom Pflanzenanbau.

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Kiva kommt von der Hopi-Sprache und bedeutet Zeremonienraum.
Diese Kivas wurden u.a. fuer religiöse Zwecke, Heilungsrituale
und als Gesellschaftsraum genutzt.
Kivas hatten grundsätzlich Feuerstellen mit eingebauten Ventilationen.
Bei uns nennt man das heute wohl Sauna. 😉
Fortschrittlichere Kivas hatten ein Dach, um sich z.B. im Winter vor der Kälte zu schützen
und waren teilweise per Tunnel mit einer der Tuerme verbunden.

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Bill erklärte uns, dass die Ancestral Puebloans recht drahtig und muskulär waren.
Ist ja auch kein Wunder, wenn die tagtäglich die Abhänge rauf und runter krabbelten.
Besonders gross waren sie auch nicht, ca. 1,50m bis 1, 60m und wurden im Schnitt 35 Jahre alt.

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Der Rückweg war natuerlich genauso eng und steinig wie der Hinweg.
Dabei entdeckten wir Löcher in den Felsen, welche sich als Kletterspuren
von den Puebloans entpuppten.
Besonders gross war diese Aussparung nicht, somit muessen sie sehr
geschickt gewesen sein und eine gut Balance gehabt haben.

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Eine weitere Cliff Dwelling (Felsbehausung) ist das Balcony House.
Im Visitor Center hätten wir fuer dieses „House“ ebenfalls eine Tour buchen können.
Aber nachdem der Ranger uns erzählte, dass man eine 10m hohe,
freistehende Leiter erklimmen muss, um an den Ort des Geschehens zu gelangen,
lehnte ich die Tour dankend ab.
Mit meiner Hoehenangst fühle ich mich da nicht so komfortabel.
Der junge Mann zeigte uns dann einen Wanderweg auf der Karte,
welcher zu einem Aussichtspunkt führt, von dem man ebenfalls das Balcony House sehen kann.
Was mir deutlich mehr zusagte. 🙂

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Das war Mesa Verde…
Es gab noch weitere Behausungen zu besichtigen,
leider waren die zu dem Zeitpunkt schon geschlossen, auf Grund der Jahreszeit
und der eventuellen schnell, wechselnden Wetterverhältnisse.

Oh, NBK 1971 bat mich noch etwas zu erwähnen.
Auf dem Hinweg zum Aussichtspunkt fanden wir Tier-AA,
welches wir auf die Schnelle keinem Tier zuordnen konnten.
Da es im Nationalpark Bergloewen und Bären gibt,
versuchten wir logisch an die Sache ran zu gehen.

NBK: „Meinst du das ist Poo vom Bergloewen?“
Elise: „Also vom Bären ist das bestimmt nicht, die sch…, glaube ich, groessere Haufen.“
NBK: „Na ja, Bergloewen wahrscheinlich auch.“
Elise: „Die ist ja auch schon trocken.
Also wenn dann hat das Vieh vor einer ganzen Weile sein Geschäft erledigt.“
NBK: „Interessieren würde mich aber schon von welchem Tier das stammt.
Das ist ja so Golfballgroesse.“
Elise: „Hätte ich das gewusst, dann hätte ich dir das Buch
im Souvenir Shop am Grand Canyon gekauft.
Das hiess: Wer/Was hat denn hier gepooed?“

NBK1971 recherchierte tatsächlich nach und er fand heraus,
dass es sich um Bobcat (Rotluchs)-Ausscheidung handelte.  

November 7 2010

Wild Wild West 2010: Teil 5 Monument Valley

Wer Monument Valley besuchen will und aus dem Süden kommt,
sollte sich den Ort Kayenta in Arizona gut merken.

Highway 160 teilt sich dort in 160 und 163 auf.
Nur der 163 bringt einen zum Monument Valley Visitor Center.
Und nur dort kann man den 17 Meilen Drive (Dirt Road) durch das Valley erreichen.

Zum Glück hatten wir unseren heiss geliebten MDR-Warrior dabei.
Ohne diesen hätten wir wohl die
Touristen-ich-schlucke-Tonnen-von-Staub-während-ich-durch-das-Valley-gefahren-werde-Tour gemacht.
Wir waren gerüstet und sind die holprige und extrem staubige Piste gefahren.
Mann, war das ein Spass.
Schaut euch die folgenden Filme an.

Monument Valley Drive Fun 1 (~30MB, MPG)

Monument Valley Drive Fun 2 (~40MB, MPG)

Wenn die Filme gefallen haben, dann schaut euch noch die Bilder an.

Wild Wild West 2010 Monument Valley I Wild Wild West 2010 Monument Valley II

Unser MDR-Warrior.

Wild Wild West 2010 Monument Valley III Wild Wild West 2010 Monument Valley IV

Wild Wild West 2010 Monument Valley V Wild Wild West 2010 Monument Valley VI

The Three-Sisters. (3 Schwestern)

Wild Wild West 2010 Monument Valley VII Wild Wild West 2010 Monument Valley VIII

Weitere Monument Valley Eindrücke.

Wild Wild West 2010 Monument Valley IX Wild Wild West 2010 Monument Valley X

Wild Wild West 2010 Monument Valley XI Wild Wild West 2010 Monument Valley XII

Ich, wie ich versuche Bilder zu machen.

Wild Wild West 2010 Monument Valley XIII

Hoffe es ist was geworden.

Wild Wild West 2010 Monument Valley XIV

Glaub schon.

Wild Wild West 2010 Monument Valley XV Wild Wild West 2010 Monument Valley XVI

Wild Wild West 2010 Monument Valley XVII Wild Wild West 2010 Monument Valley XVIII

Wild Wild West 2010 Monument Valley XIX Wild Wild West 2010 Monument Valley XX

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXI

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXII Wild Wild West 2010 Monument Valley XXIII

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXIV

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXV

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXVI Wild Wild West 2010 Monument Valley XXVII

Je nach Blickwinkel und Lichteinfall,
erhält man unterschiedliche Ansichten und Schattenspiele.

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXVIII Wild Wild West 2010 Monument Valley XXIX

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXX Wild Wild West 2010 Monument Valley XXXI

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXXII Wild Wild West 2010 Monument Valley XXXIII

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXXIV Wild Wild West 2010 Monument Valley XXXV

Und so sah der MDR-Warrior nach der Tour aus.

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXXVI

Wir hatten auf diesen 17 Meilen so einen Spass,
daran werden wir uns ein Leben lang erinnern.

Weiter auf dem Weg nach Cortez, Colorado um Mesa Verde zu besuchen,
sind wir noch am Mexican Hat vorbeigekommen.

Wild Wild West 2010 Monument Valley XXXVII Wild Wild West 2010 Monument Valley XXXVIII

Wir hoffen, euch macht dieser Trip virtuell soviel Spass, wie er uns gemacht hat.
Bis demnächst in Mesa Verde (Teil 6 unseres Trips)