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Die lieben Nachbarn oder wie man sich richtig beschwert…

Seit ca. 2 Wochen haben wir ein kleines Problem.
In unserer Nachbarschaft gibt es zahlreiche Hunde
und nun hat sich auch ein Nachbar außerhalb unserer Subdivision einen Hund zugelegt.

Daran ist ja grundsätzlich nichts auszusetzen,
aber wenn dieses Vieh den ganzen Tag
und auch in der Nacht (besonders gerne so gegen 4:00/5:00 Uhr früh) am bellen ist,
dann darf ich ja wohl ein bisschen angepi… sein.

Ich habe mit NBK1971 darüber diskutiert, wie wir nun am Besten vorgehen sollten,
da an entspannte Nachmittage im Garten im Moment nicht zu denken ist.

Unsere erste Idee:
Wir schreiben einen Brief.
Gute Idee, also habe ich mich ´rangesetzt und einen Brief verfasst.

Kommentar von NBK1971:
„Du fällst mit der Tür ins Haus, viel zu direkt.“

Mein Kommentar:
„Wenn ich noch indirekter schreibe, kann ich gleich eine Glückwunschkarte senden.
CONGRATULATIONS YOU HAVE A BARKING DOG! WE ARE VERRY HAPPY TO SHARE THE NOISE.“

NBK1971 sagte dann:
„Wir machen was mit Bildern. ClipArts oder ähnliches.“

Ich darauf:
„Toll, die denken dann das ist Werbung.
Wir kaufen ein Elektrohalsband, welches das Herrchen trägt
und immer wenn der Hund bellt, bekommt der eine „gezwiebelt.“ 😉

Das ist natürlich rein hypothetisch, aber man wird sehr fantasiereich wenn man genervt ist.

Also habe ich mit meiner Englischlehrerin darüber gesprochen.
Sie riet uns am Besten persönlich dort vorzusprechen.
Dein Nachbar kann dein ständig, lächelndes Gesicht sehen
und weiß gleich, dass du es nicht böse meinst.

Von der Idee waren wir nicht wirklich begeistert, da NBK1971 einige Tage zuvor
seine Kollegen um Rat gefragt hatte und diese hatten natürlich Schauermärchen parat.
Der Eine erzählte, dass sein Nachbar mit einem Gewähr vor ihm stand
und die andere Kollegin erzählte von durchgeschnittenen Bremsschläuchen an ihrem Auto.
Außerdem bin ich kein Dauergrinser und erst Recht nicht, wenn ich ungnädig bin.

Die Briefidee kam wieder auf und meine Lehrerin zeigte mir,
wie man so eine Beschwerde am Besten formuliert.
Ok, sie hatte den gleichen Gedanken wie ich nur mit dem Unterschied,
dass sich der Brief überfreundlich anhört.

Ein Beispiel:
„Wir pflegen grundsätzlich ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn
und möchten das Dieses auch mit Ihnen bestehen bleibt.“

Wenn ich da an meine Beschwerde bei meiner Nachbarin in München denke,
welche sehr laut um Mitternacht Hausmusik machte,
dann ist mein Vorgehen damals das krasse Gegenteil zu heute.

Mein Kommentar damals:
„Ich möchte das Das jetzt aufhört. Wir wollen schlafen. Danke!“

Norddeutsche, direkte Art. Knackig und Kurz, alles Wesentliche gesagt.
Das wäre hier natürlich undenkbar. Aber hier würde ich es natürlich auch nie so sagen.

Jedenfalls meinte meine Lehrerin dann noch:
„Lege noch ein paar Kekse dazu, damit die Nachbarn auch wirklich wissen,
dass du es nicht böse meinst.“

Da platzt mir doch die Hutschnur.
Wir wollen uns beschweren, wir sind die Geplagten
und dann müssen wir den Leuten Kekse kaufen.
Wer kauft uns denn Kekse?

Aber das habe ich ihr selbstverständlich nicht gesagt, sondern wie es sich gehört:
„Ok, das kann ich gerne machen. I hope this is helpful.“

Habe heute jedenfalls teure Kekse gekauft, nicht das es nachher noch heißt
die Nachbarn seien mir nichts wert.
Ansonsten können die Hundebesitzer dem Hund ja die Kekse geben,
dann ist der wenigstens kurzzeitig still.
We will see!

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  1. Wiggal

    Servus Elise,
    setz doch den Brief hier rein wenn er fertig ist.
    Wir wollen doch alle lernen, wie man sich in USA ordentlich beschwert 🙂
    Liebe Grüße aus Muc,
    Wiggal

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