NBK / Seiffert.Info - Blog

NaturalBornKieler & GermanRedneck

Die Sache mit dem Friseur

Bevor wir Deutschland verlassen hatten, bin ich nochmal
zu unseren Super-Friseuren nach Friedberg gefahren.
Hugo und Klaus (unsere Friseure) erzählten mir schon, dass es sehr schwierig sein würde,
einen guten Friseur in Amerika zu finden.
Und wenn du einen guten Friseur hast, dann kostet er auch gleich mehrere 100 $.

Das es aber nun tatsächlich so schwierig wird, hätten wir dann nicht gedacht.

Der erste Besuch war bei NBK1971 nur schneiden.
Nun ist es bei Männern nicht ganz so schwierig mit dem Schneiden.
Männer sind manchmal auch nicht ganz so anspruchsvoll wie Frauen.
Ich habe mir beim ersten Besuch nur die Spitzen schneiden lassen
und war eigentlich ganz zufrieden.
Ist ja auch eigentlich nicht soooo die Herausforderung für eine Friseurin.

Beim zweiten Besuch sah es dann schon etwas anders aus.

Eine Freundin von uns ließ sich ein paar Tage vor unserem zweiten Besuch
Strähnen machen und Spitzen schneiden.
Als sie mir erzählte, dass sie für ein paar Strähnen und Spitzen schneiden
geschlagene 3,5 Stunden beim Friseur saß, hätte ich eigentlich stutzig werden müssen.

Ich bzw. wir ließen uns aber nicht entmutigen und so ging ich als erstes hin
und ließ 1 inch abschneiden und 2 farbige Strähnen machen.
Ich erklärte ihr genau, wie ich es mir vorstellte und nach 2 Stunden war ich wieder raus.
Mit meinem Pony war ich gar nicht zufrieden, also bin ich gleich wieder zur Friseurin rein
und habe gesagt, sie soll es kürzer schneiden.
Ich sah aber genauso kacke aus wie vorher.
Entschuldigt bitte den Ausdruck, aber es sah echt besch… aus.

Also bin ich zu meiner Freundin gefahren und die hat mir dann erstmal den Pony geschnitten.
Dabei hat sie dann entdeckt, dass die, nennen wir sie mal liebevoll
„ich habe zwei linke Hände und kann auch mit verbundenen Augen Haare schneiden“
= Hairdestroyer (HD),
mir am Hinterkopf die eine Seite mit einer schicken Kante kürzer geschnitten hatte,
als die andere Seite.
Und ich entdeckte dann noch eine viel zu dicke, dunkle Strähne.
Super, dankeschön!
Es ist zum Glück nicht so schlimm, dass ich nicht auf die Straße gehen kann.

3 Tage später war NBK1971 dann bei ihr und die HD fragte mich
„Do you enjoy your haircolor?“ und ich dachte nur:
„Hat dir schon mal jemand gesagt, du solltest den Beruf wechseln?“,
leider muß man hier ja immer politisch korrekt und freundlich sein, also sagte ich nur
„Yeah!“

NBK1971 sagte dann abends zu mir:
„Kannst du mal gucken, ich habe da irgendwas hinter dem Ohr.“
Ja, in der Tat, da hatte die HD ihm mit der Haarschneidemaschine einen schönen,
sauberen Schnitt hinter dem Ohr verpasst.

Aber noch nicht genug.
Unsere Freundin rief mich einige Tage später an und sagte:
„Meine Friseurin hatte doch die Heizhaube zu hoch eingestellt und jetzt sind mir
2 Strähnen abgebrochen. Ich traue mich jetzt gar nicht mehr meine Haare zu fönen,
nachher habe ich keine Haare mehr auf dem Kopf.“

Heute hat sie einen neuen Friseur ausgesucht. Bin schon gespannt, was sie erzählt.
Der HD hat jedenfalls seit letzter Woche 3 Kunden weniger.

Zurück

Nachtrag: Chillen am Lake Jocassee

Nächster Beitrag

Fast Food und Kochen in USA

  1. Zu meinem Ohr-Attentat muss ich noch ergänzen. Ich habe die Elise gefragt ob sie mal schauen könnte, aber ganz vorsichtig, ich hatte Angst sie hält dann das ganze Ohr in der Hand. Das war ein ziemlich langer Schnitt von der HD. Aber keine Sorge ist alles wieder verheilt. Beide Ohren noch dran.

    mmmmhhh….ob man die jetzt auf ne Million verklagen könnte?

    ICH WERDE REICH, jawohl.

  2. ray55

    ich war ja gleich dagegen, dass ihr das land wechselt.
    ich habs noch gesagt, aber auf nen alten mann wird ja
    heutzutage nicht mehr gehört. beim nächsten friseur ist der
    skalp weg……..und das sieht richtig kacke aus 😉

    …..aber nbk1971, deine „ohren “ war`n schon immer…..
    nich der rede wert 🙂
    e l i s e s sind besser, ooooooha…….
    lg, der typ vorm deich, rechts richtung holtenau

Schreibe einen Kommentar

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén