Was seit 1987 bei uns in Deutschland nicht mehr stattgefunden hat,
wird in den USA tatsächlich noch alle 10 Jahre durchgeführt – die Volkszählung.
Hier heisst es USA Census 2010 und jeder US-Haushalt ist gesetzlich dazu verpflichtet,
den per Post zugesandten Fragebogen auszufüllen.

NBK1971 und ich sahen die Angelegenheit ehrlich gesagt nicht so eng
und so wanderte der erste Fragebogen mit der ganzen Werbung,
die per Post kommt im grossen „Postkasten“ namens Trash can.

Auch die Erinnerungskarte, dass wir einen Fragebogen erhalten haben
und diesen bitte ausfüllen mögen, wurde ebenfalls als Reklame behandelt. 😉

Bis zum 17. April 2010 sollen alle Fragebögen im US Census Buero eingegangen sein,
um diese auswerten zu können.
Der Census 2010 wird u.a. genutzt um die Bundesfoerderungsmittel richtig anzuwenden
und um die Anzahl der Sitze unseres Staates (SC) im Repräsentantenhaus
der Vereinigten Staaten festzulegen.

Die Daten werden ausschliesslich fuer diese Zwecke ausgewertet,
somit soll(t)en und muess(t)en auch illegale Einwanderer, Strafverfolgte etc.
das Formular ausfüllen ohne strafrechtliche Verfolgungen zu erwarten.

Leider hat unsere persönliche Ignoranz nicht geholfen. 😉
Am Samstag erhielten wir erneut Post vom US Census Buero mit dem Hinweis,
dass unser Fragebogen leider noch nicht eingetroffen sei.
Aus diesem Grund senden sie uns ein weiteres Formular,
mit der Bitte dieses umgehend auszufüllen und zurückzuschicken.

Jesus, Maria und Josef, da ist aber jemand sehr beharrlich.
Nun wollten wir unbedingt das 3-Affen-Schema durchziehen,
(nichts hören, sehen und sagen) und da laesst man uns nicht.

In dem Schreiben wurden wir noch freundlich darauf hingewiesen,
dass wir evt. Besuch eines Gemeindemitarbeiters erwarten können,
wenn die Daten von uns nicht rechtzeitig per Post im Census Buero eingegangen sind.
Wir sind dann verpflichtet, unsere Daten dem Mitarbeiter mitzuteilen,
welcher uns bei nicht antreffen auch gerne öfters aufsucht und eine Notiz hinterlässt.

Na ja, da haben wir nun auch keine Boecke drauf.
Uns reicht schon die ständige Reklame fuer Gartenpflege und Unkrautvernichtung.

Also, sehen wir es als „Spendenaktion“, ist ja schliesslich fuer einen sinnvollen Zweck.
Nur das wir dieses Mal nicht Geld spenden, wie wir es sonst gerne tun
fuer Pfadfinder, Krankenhaeuser, Obdachlosenheime, Kinderstationen etc.
Dieses Mal haben wir unsere Daten gespendet.
Gefragt wurde nach Verwandschaftsgrad d. im Haushalt lebenden Personen,
Rasse, Geschlecht, Name etc.
Kostprobe gefällig? Klickt auf den Link!
Census 2010

Junge, Junge, unser Aufenthalt ist auch historisch gesehen eine Bereicherung.
Erst durften wir eine Präsidentschaftswahl miterleben,
anschliessend die Amtsvereidigung des ersten afro-amerikanischen Präsidenten mitverfolgen
und jetzt werden wir offiziell archiviert als US-Bewohner im Census 2010.

Fehlt noch was?
Keine Ahnung, lassen wir uns überraschen. 🙂