Letztes Wochenende waren Elise und ich im Bi-Lo Center in Greenville.
Ich hatte Tickets für das KidRock Konzert gekauft.

Unsere erste Konzerterfahrung mit amerikanischem Publikum.

Wir los und man ist gut beraten pünktlich zu sein.
Anders als in Deutschland, gab es keine Vorgruppe.
Ein Anheizer sorgt für entsprechende Stimmung vor dem Konzertstart.

Aber, Moment, wir sind ja noch bei der Anfahrt.
Während der Suche nach der Einfahrt zum Parkhaus,
wurden wir mit Plakaten und Schildern begrüßt.
Nein, keine Begrüßung von Fans oder ähnlichem.
Die ganz Gläubigen hatten sich versammelt und mahnten uns daran zu denken,
wo wir lieber wären, wenn wir heute sterben. Himmel oder Hölle.
Klasse, für einen Agnostiker sich dieser Frage zu stellen.
Einen habe ich gesehen, der hat alle mit ner Videokamera gefilmt.
Vielleicht hat er auf ein sündiges Verhalten einer Konzertbesucherin gehofft.
Nein, ich denke die Tapes werden analysiert und nach bekannten Gesichtern geforscht.
Irgendwo muss ja jeder Kreuzzug beginnen.

Ok, genug davon, wir wollten ja den Rock&Roll Jesus sehen.

Einfahrt vom Parkhaus war schnell gefunden, Ordner an jeder Ecke.
Cool, rein und Parkplatz gesucht.
Was wir dann sahen überraschte uns dann nicht mehr so sehr.
Tailgating überall im Parkhaus.

Im Center war es richtig voll, aber total angenehm, die Raucher haben einen Außenbereich.

Dort haben wir uns mit Fanshirts eingedeckt und sind in die Halle.
Wir hatten Sitzplätze im Rang gegenüber der Bühne.

Das Publikum war sehr gemischt, Jung&Alt, ‚Schlipsträger’&Rednecks.

Um 20:10 UHR kam der Anheizer auf die Bühne und der hatte es drauf die Menge zu motivieren.
Als Erstes wurde von Springsteen ‚Born in the USA‘ angestimmt.
Dann wurde Greenville als Meanville bezeichnet
und ein paar Hupfdohlen haben den Rest dazu beigetragen.

Um 20:20 UHR kam KidRock auf die Bühne. Die Menge war kaum zu bändigen.
Vom 1. Song an eine Monsterstimmung in der Halle und es war laut,
nicht das Konzert, das war OK. Nein, die Leute waren extrem laut und hatten sehr viel Spaß.

Als Gäste hatte er eine lokale Countrygröße auf der Bühne,
mit dem er dann div. Songs gespielt hatte. (keine KidRock Songs)
Weiterhin hatte er RevRun von RunDMC auf der Bühne.
Es wurde dann ein paar alte RunDMC Songs gespielt. HAMMER.

Während des Songs ‚Cowboy‘ sang KidRock anscheinend einen lokalen Song.
Jedenfalls unserer Eindruck, weil jetzt wirklich alle mitsangen.
Muss wohl ein South Kakalaki Traditional gewesen sein.

Das Konzert selbst ging mit einer 15 Minütigen Pause 3 Stunden.

Achja, es gab auch Flaggen zu sehen. Hat das schon mal jemand in Deutschland gemacht?
Oder während des Konzerts bat KidRock darum, dass sich alle zu ihrem Nachbarn umdrehen,
sich kurz vorstellen und etwas Nettes zu sagen. Goosebumps sage ich nur.
Alle haben mitgemacht.
Der Eine oder Andere mag jetzt sagen:
‚ Sind halt Amis, lassen sich schnell begeistern, blablabla‘
Recht hat er und es ist nichts Schlimmes dabei,
die kommen schneller aus dem Knick als manch Deutscher.
Die zelebrieren ein Konzert, eine Feier, einen Besuch im Club mehr,
als ich es aus meiner Erfahrung in Deutschland sagen könnte.

Alles in Allem war es ein Konzertereignis der Superklasse.