Letzte Woche Freitag war ich mit den „Golden Girls“ zum Lunch verabredet.
Eine von den Meals on Wheels (MOW) Volunteern musste uns leider verlassen
und deshalb gab es ein Abschiedslunch.

MOW ist das Gleiche wie Essen auf Rädern in Deutschland.
Nur das die zu beliefernden Personen nicht in der Lage sind,
ihr Essen selbst zuzubereiten oder nicht bzw. kaum aus dem Haus gehen können.
Der größte Anteil der Mitarbeiter bei MOW arbeitet übrigens ehrenamtlich.
So auch ich, denn ich arbeite dort 3 x pro Woche.

Zurück zum Lunch.
Das Essen fand in einem eigentlich hübschen Restaurant statt.
Leider kam mir schon beim Öffnen der Tür
ein unangenehmer Geruch (ungelüftet, muffig) entgegen.

Der junge Mann, welcher uns bediente, war sichtlich überfordert mit der Frauenpower.
So mussten wir 30 Minuten warten, bis er unsere Bestellung aufnahm
und weitere 50 Minuten warten, bis das Essen endlich auf dem Tisch stand. 🙁

Aus der Küche roch es ständig angebrannt und meine Suppe
die ich bestellte, war jetzt nicht gerade der Knaller.
Dafür waren aber die Preise gepfeffert und den Tipp (Trinkgeld)
hatten sie sicherheitshalber mit 20% schon aufaddiert.
Das ist hier meistens üblich, wenn die Gruppe größer als 6 Personen ist.

Während des Wartens versüßten sich die reifen Frauen
(ich war das „Frischgemüse“, durfte mir aber die Cartoons trotzdem anschauen)
die Zeit mit schlüpfrigen, frivolen Cartoons.

Diese hatten es zum Teil ganz schön in sich, aber das hielt die Golden Girls
nicht davon ab die Texte laut vorzulesen, da einige Damen es nicht lesen konnten.
Der Nachbartisch (ebenfalls ältere Damen) schaute schon herrüber,
denn das Gekicher war ja nicht zu überhören.
Ich weiß bis heute nicht, ob sie neidisch oder entsetzt waren. 😉

Dann kam das Essen und… es wurde gebetet.
Doppelmoral? Keine Ahnung!
Ich würde sagen: „These ladies are a little bit naughty, but mostly nice.“

Am Abend hatten wir Karten für das Luke Bryan Konzert.
Ein befreundetes Paar hatte den Vorschlag gemacht dort hinzugehen.
Also machten wir uns auf und standen um 7 pm vor der Tür.
Die Schlange war bereits lang und so warteten wir ca. 30 Minuten.

Endlich im Warmen wurden wir immer wieder darauf hingewiesen,
dass ja Luke Bryan heute abend spielt.
Ach was, dass ist ja ein dicker Hund.
(Die Warm-upperin war nicht sehr überzeugend.)
Ich möchte nochmal daran erinnern, dass wir um 7:30 pm im Gebäude waren.
Denn Mister Bryan hatte sich Zeit gelassen und entschied sich erst um 11 pm aufzutreten.

Ich muss gestehen, ich war ziemlich angepi…
Selbst Kid Rock hat nicht so lange auf sich warten lassen
und sein Bekanntheitsgrad ist nun deutlich höher.

Hinzu kam, dass die Amis in den 3,5 Std. Druckbetankung gemacht hatten.
Heißt, die waren alle Jenseits von Gut und Böse, als das Konzert begann.

Das Konzert war trotzdem gut, dennoch machten NBK1971 und ich uns
vor der Zugabe vom Acker, da die Amis im nüchternen Zustand
schon keine Helden im Auto fahren sind.
Demnach wollten wir nicht wissen wie es ist, wenn sie im alkoholisiertem Zustand fahren.