Auf dem Weg von Mesa Verde,CO nach Page,AZ machten wir einen kurzen Stop,
um den Four Corners Monument Navajo Tribal Park zu sehen.

Das hört sich jetzt an, als würde es sich um einen National Park handeln,
tatsächlich ist es aber „nur“ eine Metallplatte.   
Dafür aber eine ganz Besondere!

Four Corners ist die einzige Stelle in den USA,
wo vier Bundesstaaten zusammentreffen: Colorado, Utah, Arizona und New Mexiko
Man kann demnach mit den Händen und Füssen in allen 4 Staaten gleichzeitig sein,
wenn man z.B. die Yoga-Uebung „Hund“ beherrscht.
NBK und ich trafen uns auf andere Weise in der Mitte von Four Corners. 🙂

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Page,AZ ist eine Kleinstadt…ich meine wirklich klein…und liegt im Navajo-Gebiet.
Ca. 30% der Bevölkerung sind Native Americans (Indianer).
Die Einwohner leben u.a. eindeutig von den Besuchern der umliegenden Sehenswürdigkeiten,
was sich deutlich in den Hotelpreisen wiederspiegelt.

Wir wählten die günstige Variante – Americas Best Value Inn- fuer $89/Nacht.
Eins muss ich zugestehen, es war wirklich sauber.
Interessant war allerdings die klimakontrollierte Bettdecke.
Ein Schweizer Käse ist gar nichts dagegen…Löcher über Löcher.
Egal, war ja warm in Page.

Ausserdem ist es immer sinnvoll die Schilder und Kärtchen in den Hotelzimmern zu lesen.
Eines dieser Schilder wies uns nämlich darauf hin, dass jeden Morgen um 8:00 Uhr
Zimmerinspektion ist, es sei denn das „Bitte nicht stören“-Schild hängt draussen.
Puh…Glück gehabt.

Auf zum nächsten Schild…dieses Mal im Badezimmer.
„Wenn Handtücher Flecken aufweisen, werden dem Gast
die Reinigungskosten in Rechnung gestellt.
Badelaken: $15, Handtücher $10 und Waschlappen $5/Stück.“
JAWOHL!

Nachdem wir alle Instruktionen aufgenommen hatten,
machten wir uns auf den Weg das Städtchen zu erkunden.
Unser erster Weg führte uns ins Visitor Center (Tourist Information),
um uns Informationen fuer die geplante Antelope Canyon Tour zu holen.
Anschliessend fuhren wir zum Glen Canyon Dam, der zweitgrößte Damm in den USA.

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Weiter ging es zu einem schönen Aussichtspunkt,
von wo wir einen tollen Blick auf den Lake Powell hatten.

Der Lake Powell ist durch die Aufstauung des Colorado Rivers entstanden
und ist 299 km lang und 40 km breit.
Die gesamte Küste des Sees ist 3153 km lang und somit länger,
als die gesamte Westküste der USA.

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Ok, der nächste Scenic View (Aussichtspunkt) war nicht weit entfernt.
Um einen sehr schönen Blick auf den Damm und den Colorado River
zu geniessen, mussten wir einen kurzen, dafür felsigen und sandigen Weg beschreiten.

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Im Glen Canyon Dam Info-Service erfuhren wir zufällig,
dass es eine weitere Sehenswürdigkeit gibt, die bei einigen Touristen nicht bekannt ist.
Der Horseshoe Bend ist eine hufeisenförmige Flussbiegung des Colorado Rivers.
Um ihn sehen zu können, muss man auch hier eine kleine Wanderung in Kauf nehmen.

Ein 1,2 km langer Wanderweg inkl. Gefälle hört sich nicht tragisch an.
Das dachte ich auch…
Der Hinweg erwies sich als Kinderspiel, da es abwärts ging.
Zurück ging es ja nun bergauf…erwähnte ich bereits,
dass der Weg zu 90% aus Sand besteht… 🙁
An dem Tag hatten wir ca. 40ºC im Schatten…allerdings gingen wir in der prallen Sonne zurück…
Da können 1,2 km schon recht lang werden.

Der Blick auf den Horseshoe Bend war aber jede Mühe wert.
Schaut selbst…

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Um die Fotos machen zu können, mussten wir uns ziemlich dicht
an die Klippe wagen, da es keine Aussichtsplattform gibt.
Eine Kamera mit Weitwinkel-Objektiv ist absolut empfehlenswert,
um den Bend zu fotografieren.

Die Felsen wirkten teilweise nicht besonders vertrauenswürdig.
So entschieden wir, uns lediglich auf der sicheren Felsseite aufzuhalten,
da zwischen dem Aussichtspunkt und dem Colorado River 1000 Fuss liegen.

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Ein gemeinsames Foto musste trotzdem sein.
Wir alberten mit der jungen Asiatin, welche das Foto von uns machte, noch herum.
„Vielleicht ist das unser letztes Foto. Falls wir abstürzen,
sind das Letzte, was man von uns sieht, unsere Fuesse.“ 🙂
Ich glaube, die junge Frau fand das nicht so lustig.
Dafür hat sie sich extra Mühe gegeben mit dem Foto.

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So, das absolute Page-Highlight kommt die nächsten Tage.
Die Tour durch den Antelope Canyon ist definitiv ein extra Beitrag wert.