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Arztrechnung(en)…

Lecko mio…

…da habe ich doch erstmal gegenatmen müssen, als ich die Arztrechnungen bekam.

Zuerst bekam ich die Rechnung vom Radiologiezentrum.
Die möchten gerne $167 von mir haben für den Ultraschall.
Das empfand ich schon als stolzen Preis.

Aber dann kam gestern die Rechnung von meinem Arzt.

Und da wurde mir ganz anders. Ich bin ja selten sprachlos,
aber das hatte ich nun nicht erwartet.
Achtung: $496!!!

Die einzelnen Behandlungen waren zum Glück preislich aufgeführt.
Dafür das er mich durch den Pullover abgehorcht hat,
obwohl ich ja was mit der Blase hatte, ich ein Rezept von ihm bekam
und seine Deutschkenntnisse bewundern durfte: $139
Der Ultraschall: $289
Die Blutprobe: $53
und die Pipi-Probe gab es dann zum Spott-Preis: $15

Ihr werdet euch jetzt sicher wundern, warum ich den Ultraschall doppelt zahlen muß.
Das habe ich natürlich in Erfahrung gebracht.
Resultat der Nachfrage: Ich zahle einmal für die Untersuchung ($289)
und einmal für die Auswertung des Ultraschalls ($167).
Aha! Ich hätte natürlich gerne einen Verbesserungsvorschlag gemacht.
Der Arzt sollte eigentlich gleich die Auswertung selber machen
und nicht ein externes Radiologiezentrum beauftragen.
Aber sonst verdient man ja nix!

Jetzt versuche ich gerade meinen Arzt doch noch dazu zu bringen,
mit meiner Versicherung direkt abzurechnen.
Diverse Telefonate habe ich schon geführt, mal sehen ob es funktioniert.
Ich traue dem Ganzen ja nicht.

Das die Ärzte in Amerika teuer sind, das wusste ich ja.
Und natürlich ist hier das Gesundheitssystem komplett anders als bei uns.
Aber wenn ich bei so einer “Kleinigkeit” schon soviel berappen muß,
dann möchte ich keine schwerwiegenden Erkrankungen haben.
Das erklärt jetzt auch, warum viele Amis nicht zum Arzt gehen,
wenn sie keine Versicherung haben bzw. sie fast mittellos sind
auf Grund einer chronischen Erkrankung.

Meine ganzen anderen Arztbesuche werde ich jetzt in Deutschland warnehmen.
Erstens ist es günstiger, in meiner Sprache und das Fachwissen
unserer Ärzte soll wohl deutlich besser sein.
Mittlerweile habe ich schon die dollsten Geschichten gehört.

Aber ein Gutes hat es ja.
Ich weiß jetzt unser Gesundheitssystem zu schätzen,
manchmal weiß man gar nicht wie gut man es hat
mit unserer Ärzte(aus)wahl und den Kostenübernahmen der Krankenkassen.

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Von einem der eine Reise tat (Schnee und Fliegen in NY)

  1. die_globis

    Hallo Elise,
    ja die Arztbesuche in USA sind schon von der ganz anderen Art. Als ich damals drüben war musste ich für die Immigration zu einem Arzt. Man durfte dazu nur Ärzte aufsuchen, die auf deren Liste standen. Oh Schreck, hatte ich mir einen ausgesucht, der wirklich von der Sauberkeit im tiefsten Afrika hätte sein können. Mir hats wirklich voll gegraust und ich war froh, dass der nicht recht viel mit mir angestellt hat. Der hat mich ausgefragt, was für Kinderkrankheiten ich schon hatte. Natürlich habe ich nur Bahnhof verstanden, weil ich keine Ahnung hatte, was Mumps, Masern etc. auf englisch heißt. Da musste der gute Mann mir erst mal alles aufschreiben, ich dann nach Hause und im dictionary nachgeschaut, meine Mutter angerufen, was von den Sachen ich schon hatte und wieder hin. Ich bekam eine blaue Schürze mit hinten offen, ganz toll!!! Dann war da noch eine Arzthelferin mit dabei. Die hat aber gar nichts gemacht, sondern ist nur dabeigestanden um wahrscheinlich zu schauen, ob der mich unsittlich betatscht. Oder für den Fall, dass ich hinterher was entsprechendes behaupten würde. Ich wollte mich damals auch ganz ungeniert ausziehen und beide waren gleich voll entsetzt: NO!!!! natürlich sollte ich mich erst mal hinter einem Vorhang in das blaue Kittelchen einkleiden.
    Das war ein abgewrackter Laden, WAHNSINN! Zum Glück musste ich dann nie wieder zu einem Arzt.
    Da hast Du mit Deinem deutschsprechenden Arzt ganz schönes Glück gehabt hihihi.
    wünsche euch weiterhin ganz viel Spaß da drüben und alles Gute
    Anja

  2. Hallo an die_globis,

    deine Geschichte entspricht zu 100% den Erfahrungen von anderen Deutschen.
    Allerdings war die Konversation mit dem Arzt komplett auf Englisch.
    Er konnte wirklich nur diese zwei Sätze sagen.
    Aber spannend war es trotzdem.;-)
    LG Elise

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