Yepp, Schwiegermama hatte während ihre Aufenthaltes in Amerika Geburtstag.

Nach einem schönem Frühstück sind wir los um ihren Tag gebührend zu zelebrieren.

Da blieb uns nur Eines übrig.
Wir besuchen das größte,
private Haus (Anwesen) Amerikas.
Was kleineres wäre überhaupt nicht in Frage gekommen.

Es ging nach Asheville um das Anwesen Biltmore zu besuchen.
Auf diesem Anwesen steht das Haus der Familie Vanderbilt.

Leider war auch hier verboten im Haus Fotos zu schießen.

Nach dem wir die Tickets gelöst hatten, brauchten wir noch 15 Minuten,
um zum Parkplatz des Gebäudes zu kommen. Das Gelände ist riesig.

Biltmore Parkplatz

That´s right Elise, da steht das Geburtstagskind.

Nach weiteren 5 Minuten Fußweg waren wir dann vor dem Haus.
Erwähnen muss ich noch, es gab auch einen Buspendelverkehr.
Kein Kommentar dazu,
aber Menschen warteten doch tatsächlich über 10 Minuten auf den Bus.

Biltmore Gebäude

Wer den Film Richie Rich gesehen hat, dürfte dieses Haus wieder erkennen.

Biltmore alle ohne Elise

Biltmore ohne Maenner

Biltmore ohne uns

Am Haus findet man viele Statuen, Fratzen und Gargoyle.

Biltmore Figuren IBiltmore Figuren II

Biltmore Figuren III

Wir haben nicht nur das Haus im offiziellen Rundgang besichtigt,
nein, wir haben noch eine behind-the-scenes-tour mitgemacht.

Wir haben einen Einblick in das Leben der Angestellten bekommen.
Butlers Pantry, Schneiderei, Bachelor Flügel, Orgel,
Umkleidezimmer der Frau Vanderbilt und den Keller.

Für damalige Verhältnisse war das Haus rocket science.
Es gab ein zentrales Kühlsystem für alle Kühlschränke /-räume.
Dasselbe gilt auch für das Heizsystem: in riesigen Kesseln wurde Dampf erzeugt.
Dieser Dampf ist naturgemäß in den Rohren nach oben gestiegen
und hat die Heizkörper versorgt.
Im Keller gibt es 3 von diesen riesigen Kesseln. Damals wurde noch mit Kohle eingeheizt.
Außerdem wusste man damals nicht ob Wechsel- oder Gleichstrom kommen wird.
Was soll der Geiz. Herr Vanderbilt ließ einen Wechsel-
und einen Gleichstromgenerator installieren.
Diese Generatoren haben riesige Batterien geladen. Mannshohe und breite Dinger.
Das kompl. Haus wurde über diese Batterien betrieben.

Lustig, ok heute ist es lustig, damals bestimmt nicht.
Im E-Raum hing eine Tafel mit Belebungsmaßnahmen, für jemanden,
der einen elektrischen Schlag bekommen hat.
Konnte ich mir gut vorstellen, nachdem ich die Schalttafel gesehen habe.
Gut, wie belebt man so jemanden also wieder.
Man muss, Achtung genau lesen, 16x an der Zunge des Verunfallten ziehen.
Klingt so, als wollten die nen Rasenmäher starten.
Auf Nachfrage wurde uns von keinem berichteten Vorfall berichtet.
Der Tourguide schloss aber nicht aus, dass dieses trotzdem passiert sein könnte.

Im Haus gibt es einen der ältesten, noch betriebenen und genutzten Fahrstühle.
Wir hatten das Glück einmal mitfahren zu dürfen.

Im Keller hatte das Haus untere anderem eine Kegelbahn, einen Fitnessraum,
eine Tischtennisplatte und die Küche mit ihren großen Lager- und Kühlräumen.
Fahrstühle führten aus der Küche in das darüber liegende Butlers Pantry.
Dort wurde das Essen angerichtet und von dort in den großen Saal gebracht.
Alleine dieser war schon sehr beeindruckend. Ein Rittersaal.
Riesen Kamin und ich meine wirklich einen riesen Kamin.
3 einzelne große Kamine über einen Schornstein vereint.
Eine Orgel so groß wie man sie nur aus großen Kirchen kennt. Wahnsinn.

Das ganze Haus ein Wahnsinn, aber toll anzusehen.
Am Rande bemerkt, die Vanderbilts haben den Angestellten New York Löhne gezahlt.
Für die Gegend und für die Zeit waren das sehr gute Gehälter.

Elise und ich haben jetzt eine 12 Monatskarte und wir werden da noch öfter Gäste sein.